25:26 in Königsborn – HSG im Kampf um den Aufstieg unter Zugzwang

Aufstiegsrunde zur Verbandsliga, 1. Spieltag, 23.05. 15 Uhr


Der Auftakt in die Aufstiegsrunde hätte kaum bitterer enden können. Die HSG Annen-Rüdinghausen reiste nach Unna, kämpfte sich zweimal aus einem deutlichen Rückstand heran – und verlor am Ende durch einen Siebenmeter in den letzten Sekunden knapp mit 25:26. Trainer Roland Rüwald war nach dem Abpfiff nicht gut auf seine Mannschaft zu sprechen: Zu viele einfache Fehler, zu viele vergabte Chancen, zu wenig Abstimmung.


Die Ausgangslage: Kein optimaler Start

Schon die Bedingungen vor dem Spiel waren nicht ideal. Mit Bianca Lohrmann fiel eine wichtige Rückraumspielerin aus, Franziska Weniger schleppte sich nach einer Erkrankung halbfit auf das Spielfeld. Immerhin gab es eine erfreuliche Nachricht: Neuzugang Jessica Hackerts war erstmals für die HSG spielberechtigt – und sollte sowohl in der Abwehr als auch mit drei eigenen Treffern einen soliden Einstand feiern.


Erste Halbzeit: Rückstand, Aufholjagd, Halbzeitpause

Doch der Beginn verlief denkbar schlecht. Innerhalb der ersten Viertelstunde lief die HSG einem 3:8-Rückstand hinterher – zu viele individuelle Alleingänge, zu wenig Spielsystem. Rüwald brachte es später bei der WAZ auf den Punkt: Statt gemeinsamer Lösungen habe es jede auf eigene Faust versucht.

Immerhin fand das Team nach und nach besser in die Partie, besonders über eine verbesserte Defensive. Hannah Porck – am Ende mit acht Treffern die erfolgreichste Werferin auf dem Feld – verkürzte zwischenzeitlich auf 8:10, und so betrug der Rückstand zur Pause nur noch zwei Tore.


Zweite Halbzeit: Chancenwucher und späte Aufholjagd

Nach der Pause bot sich der HSG die große Chance zur Wende – doch die Wittenerinnen ließen sie liegen. Beste Gelegenheit reihte sich an beste Gelegenheit, ohne dass der Ball den Weg ins Tor fand. Königsborn nutzte die Schwächephase des Gegners und zog auf vier Tore davon. Selbst als Andrea Rüwald zwischenzeitlich auf 15:17 verkürzte, ließ die HSG den nächsten Rückschlag nicht lange auf sich warten.

Mit dem Stand von 20:24 aus Sicht der Gäste schien die Partie eigentlich entschieden. Doch die HSG gab nicht auf: Eine taktische Umstellung in der Abwehr brachte plötzlich Ballgewinne, Catharina Althaus verwandelte schnelle Gegenstöße – obwohl sie auf Linksaußen die gesamte Partie über viel zu wenig eingebunden worden war. Sekunden vor Schluss erzielte sie den Ausgleich zum 25:25.


Die letzten Sekunden: Ein Foul, ein Siebenmeter, eine Niederlage

Danach folgte das bittere Ende. Ein unnötiges Foul in der Defensive – überhart und in dieser Situation vollkommen vermeidbar – gab dem KSV die Möglichkeit vom Siebenmeterpunkt. Die Chance wurde eiskalt genutzt: 26:25, Endstand.

Für Rüwald war das zwar der unmittelbare Auslöser, nicht aber die eigentliche Ursache der Niederlage: Wer über weite Strecken des Spiels so viele klare Chancen vergebe, dürfe sich über ein solches Ende nicht wundern. Hätte die HSG ihre Möglichkeiten konsequenter genutzt, wäre ein deutlicher Sieg drin gewesen.


Freitag: Gegen Recklinghausen ist ein Sieg Pflicht, Alle in die Halle!

Schon am Freitag, 29. Mai (19:00 Uhr, Jahnsporthalle) bietet sich die dringende Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Mit der ETG Recklinghausen kommt allerdings kein einfacher Gegner – die Recklinghäuserinnen starteten mit einem 30:29-Sieg gegen HSG Hohenlimburg II ebenfalls erfolgreich in die Runde. Ein weiteres Ausrutschen würde die Aufstiegsambitionen der HSG empfindlich gefährden.

Umso wichtiger ist, dass Freitag alle in die Halle kommen, um die HSG zu unterstützen! Weitere Unterstützung erhalten wir erstmalig durch unseren Hallen-DJ Jonas Brendel:

Königsborner SV Handball – HSG Annen-Rüdinghausen 26:25 (13:11) Erfolgreichste Werferin: Hannah Porck (8 Tore)

Zum Spiel: handball.net/spiele/handball4all.westfalen.8458726/info